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die Geschichte

 Ein Beil aus der Jungsteinzeit (Neolithikum),
dessen Feuersteinklinge 1969 bei Wegebauarbeiten in der Nähe von Iggelbach (Blattbachtal) gefunden wurde, deutet darauf hin, dass im Herzen des Pfälzerwaldes schon vor etwa 5.000 Jahren Menschen gelebt und Holz bearbeitet haben.

 

Vor annähernd tausend Jahren
entstand dann auf einem Felsvorsprung im Speyerbachtal
die  Burg Elb(en)stein  (heute Ruine). Auf sie lässt sich der spätere Ortsname zurückführen, der erstmals im 14. Jahrhundert
schriftlich erwähnt wurde.                                      .
Aus dieser Zeit stammt das Elmsteiner Weistum, eine Sammlung der Rechtsvorschriften für das Dorf, das im 15.  Jahrhundert sogar eine öffentliche Badestube gehabt haben soll.

 

    

1591 gab es in Elmstein immerhin 32 Häuser. Die Bevölkerungszahl dürfte also über 200 gelegen haben. Vor allem der Pfälzische Erbfolgekrieg sorgte aber dafür, dass 1699 nur noch sechs oder sieben Einwohner übrig waren. Wenige Jahrzehnte danach ging es allerdings wieder rasch aufwärts:
1785 hatten in Elmstein schon 531 Frauen und Männer ihren Wohnsitz, 17 Jahre später sogar 889,
und 1836 wurden hier 1.480 Personen gezählt.

Durch die zunehmende Motorisierung und die Anbindung ans regionale Schienennetz folgte im
20. Jahrhundert ein weiterer Aufschwung. Zeitweilig (z.B. 1970) waren dadurch in Elmstein und seinen Ortsteilen über 3.000 Menschen ansässig. Seit 1991 geht es jedoch erneut bergab, inzwischen sind es weniger als 2.400. Eine Ursache dafür könnte die Vernachlässigung des Ortsbildes sein, das anderswo zur selben Zeit oftmals stark aufgewertet wurde.

Von den Ortsteilen sind Appenthal und Iggelbach am ältesten. Sie gehörten früher zum Besitz der Elmsteiner Burgherren. Bei den Waldannexen Erlenbach, Harzofen, Helmbach, Hornesselwiese, Mückenwiese, Röderthal, Schafhof, Schwabenbach, Schwarzbach, Speyerbrunn und Stilles Tal handelt es sich überwiegend um kurpfälzische Gründungen aus dem 18. Jahrhundert. Als Mühlen oder Einzelhofsiedlungen sollten sie zur wirtschaftlichen Erschließung des Waldes beitragen.

   Der Elmsteiner Wald war übrigens auch das Revier des berühmten „Jägers aus Kurpfalz". Kurpfalz“.                                                            Reste eines kurpfälzischen Jagdhauses, das mindestens seit 1749 existiert hat, sind am Nordwesthang des
Bragbergs zu sehen, unweit der Straße zwischen
Iggelbach und dem Eschkopf.

d

 

                                           

      

 

 

Als Erholungsort war Elmstein  zeitweilig ebenfalls sehr beliebt.

Nachdem man in den Städten die Bedeutung des Waldes für die Gesundheit entdeckt hatte, errichteten Ludwigshafener um 1920 beispielsweise das Naturfreundehaus Harzofen und ein paar Jahre später das Nibelungenheim im Norden der Gemarkung. Schon 1908/09 war in Speyerbrunn ein privates Kurhaus entstanden, das ab 1916 als Kinder-Erholungsheim diente. Während dieses kleinere Gebäude schon lange nicht mehr genutzt wird, aber immerhin noch steht, existieren von einem großen Kinder-

Bankrondell mit Linde in SchafhofBankrondell mit Linde in Schafhof

Ferienheim, das zwischen 1915 und 1972 am Rande des Schafhofes betrieben wurde, nur noch die Grundmauern sowie ein reizvolles Bank-rondell mit stattlicher Linde.
Nach einer zweiten Blütezeit für den Tourismus, die vom Auto-Boom der 1960er bis 1980er Jahre begünstigt war, müssen die Städter den kurzen Weg in eine Welt ohne übermäßige Luft-, Licht- und Lärmver- schmutzung jetzt erst wieder neu entdecken. Wir hoffen, mit "elmstein.info" dazu etwas beitragen zu können.

Eine Auflistung historischer Bauwerke in Elmstein und den Ortsteilen,
die von der rheinland-pfälzischen Generaldirektion Kulturelles Erbe zusammengestellt wurde,
finden Sie  hier  auf den Seiten 32 bis 34.

Wenn Sie sich für Geschichten und Geschichte aus der Vier-Sterne-Gemeinde interessieren,
empfiehlt sich das regelmäßige Lesen der  Elmsteiner Heimatschrift,  die von einer ehrenamtlich tätigen
Redaktion ungefähr jährlich zusammengestellt wird.

 

Die historischen Informationen basieren weitgehend auf der Denkmaltopographie für den Landkreis Bad Dürkheim von 1995,
bearbeitet von Georg Peter Karn und Rolf Mertzenich unter Mitwirkung von Herbert Dellwing (ISBN 3-88462-119-X).